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(17.04.2011) Besuch der "jungen Wilden" in Marbach
Wenn die Decke einem über dem Kopf zusammenbricht, wenn
man eigentlich nichts mehr sehen und hören mag, dann ist es Zeit für Marbach!
Einzigartig idyllisch und fernab der Zivilisation liegen die Aufzuchtstationen des
Gestütes heimelig in der schwäbischen Alb. Für 160-180 Euro im Monat
weiß man sein Pferd in fachkompetenten Händen.
Abzocke Fehlanzeige!
Bei dem jetzigen Besuch standen die 3-jährige KL-Rorella-252 (v. KL-S. Pastime-88)
und der Jährlinghengst KL-M. Rigoletta-308 (v. M. Toscana-94) auf dem Programm.
Bei strahlendem Sonnenschein konnte man die Stille und Ruhe nur Genießen. Beide
Pferde zeigten trotz langer Besuchspausen deutliches Wiedererkennungsverhalten.
Der junge Hengst, Besitzerin Nicole Hirte, Rülzheim, steckt mehr als deutlich
in der "hässlichen Entlein-Phase". Das Potenzial dieses Pferdes ist
allerdings, mit einem entsprechendem Maß an Erfahrung, nicht zu übersehen.
Ganz anders die mittlerweile 3-jährige Rorella. Sie verkörpert optisch unseren
Idealtyp einer Lipizzanerstute und ist charakterlich, wie alle Fohlen von S. Pastime,
schlichtweg ein Traum. Ein Hund in Pferdegestalt. In wenigen Wochen wird Rorella nach
Hause zurückkehren.
Aus dem Ausland
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Grundgedanken
2 x 2 = ?.... S T O P P !!!
(21.3.2011) Das Pferd. Laut Forschung ein Kopf mit wenig Inhalt, vier Beine mit Hufen,
ein Rücken, ein Schweif. Vorne fressen, hinten ... *hüstel.
Das Pferd. Gesetzlich von allen Tieren am wenigsten geschützt. Man kann es misshandeln,
missbrauchen. Man kann es benutzen zu was, wie und wann man will. Man braucht keinen
"Führerschein".
Je mehr man sieht und liest, desto mehr krampfen sich die Magenwände zusammen.
Jeder zweite Pferdehalter mutiert zum Psychologen, wenn der "Esel" nicht
will. Dabei werden im Umgang banalste Instinkte einfach ignoriert. Dem Pferd wird eine
menschliche Intelligenz abverlangt. Die hat es nachweislich nicht! Ein
"equus sapiens" wurde bis heute noch nicht erfunden. Es folgt trotz aller
Domestizierung seinem "sensus naturalis", dem Instinkt.
Viele Theorien kursieren in Sachen Umgang mit dem Pferd.
"Das Pferd braucht Dominanz." Ob ein Pferd wirklich jemanden braucht, der
es beherrschen und kontrollieren will?
Ich denke, es ist in seinen Bedürfnisse weit davon entfernt.
"Das Pferd braucht Liebe und Zuneigung". Endet vielfach nur in Hätscheltätschelpupkram.
Das Pferd, wie andere Herden-/ Rudeltiere auch, braucht eigentlich nur eines: klare
Linien.
Aber was iheißt "eine klare Linie"? Ist das nicht gleichbedeutend mit
Härte? Nein, ist es nicht.
Klare Linien werden definiert über Fairness, Ehrlichkeit,
Routine, Ruhe, Konsequenz, Respekt, Vertrauen, Verständnis und Sicherheit.
All das äußert man zu Beginn über Körpersprache.
Die Dressurbegabung des Pferdes und seine Fähigkeit, Wörter später mit
Reaktionen zu verbinden, ist ein Geschenk des Tieres.
"Fehlverhalten" von Pferden basiert oft auf Unsicherheit.
Diese entsteht zum Beispiel durch unsere eigene Wankelmütigkeit. Launen, Frust,
Wut, Trauer... Wir nehmen unsere Emotionen mit in den Stall. Fanden wir es gestern
toll, dass das Pferd den Kopf zwischen seine Beine steckte, um ein Leckerli zu erbetteln,
kotzt es uns heute an. Uns ist halt grad nicht danach. Der Chef war blöd, der
Mitarbeiter dreist, der Lebenspartner ätzend. Das Auto ist kaputt, man hat gleich
noch einen Termin und nur wenig Zeit. Und das Pferd? Es kann unseren emotionalen Signalen
nicht mehr folgen und wird unsicher.
Das Pferd ist kein Psychoanalytiker!
Solche Unsicherheit müssen vermieden werden.
Die Zusammenarbeit mit einem Pferd besteht aus Leistungsfreude, Leistungsbereitschaft,
einem "ich will doch alles richtig machen und gelobt werden "-Grundgedanken
auf der Pferdeseite und Selbstbeherrschung und - kontrolle auf unserer Seite.
Das Pferd soll und muss sich in unserer Gegenwart sicher fühlen. Das Schlüsselwort:
Geborgenheit. Das Pferd soll und darf keine Verantwortung übernehmen. Es soll
als "Herdenmitglied" beschützt, sicher und gelassen sein. Es muss in
jedem Moment spüren dürfen, dass wir alles unter Kontrolle haben.
Es ist interessant, Menschen im Umgang mit ihren "Problempferden" zu beobachten.
Schon beim Halftern fallen häufig erste Ungereimtheiten auf: statt Richtung Boxenausgang
zu stehen (Signal der Freude und Bereitschaft), verkriecht sich das Pferd in der hinteren
Ecke. Statt die Nase freiwillig ins Halfter zu schieben, wird rumgenörgelt, rumgezickt,
mit dem Kopf geschnickt. Beim Verlassen der Box gleich die nächste Unstimmigkeit:
das Pferd läuft deutlich vor dem Besitzer oder lässt sich unmotiviert hinterherzerren.
Freudiges Miteinander ist nicht erkennbar. Alleine diese zwei Minuten profanster Basics
lassen erkennen, dass die Kommunikation zwischen Mensch und Pferd überhaupt nicht
stimmt.
Wie bitte soll nun aber genau dieses Pferd Sorglosigkeit, Selbstvertrauen und Vertrauen
beim Reiten entwickeln? Wie soll ein Pferd, das weder im Freilaufen noch an der Longe
auf leiseste Signale des Menschen reagiert, den Reiter auf dem Rücken verstehen?
Wie will man diese Defizite im Grundverständnis vom Pferderücken aus eliminieren?
Defizite erkennt man in solchen Momenten nur beim Pferdehalter.
Die Kommunikationsfähigkeit, das Verständnis fehlt.
Das kann man dem Pferd nicht zum Vorwurf machen, sondern man muss am eigenen Verhalten
arbeiten. Genau da aber liegt die Krux: es interessiert in der Neuzeit kaum noch einen
Pferdebesitzer. Statt mit dem Einmaleins steigt der Neo-Reiter mit dem Kauf eines Pferdes
direkt in die Algebra ein.
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Wer in Mathematik nicht gelernt hat, dass
2 x 2 = 4 ist,
wird ein Leben lang an der Rechnung mit einer oder mehreren
Unbekannten scheitern!
Leidtragender: das Pferd! |

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Bildung
Texting for "Horse People"
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Erfahrungsbericht
Der lange Zügel und Lipizzaner

(21.2.11) Das sind zwei Begriffe, die heute in meinem Leben
eine große Rolle spielen.
Bei der Arbeit am Langen Zügel führt man alle Lektionen der (klassischen)
Dressur aus. Dabei sitzt man allerdings nicht auf dem Pferderücken, sondern
läuft hinter oder leicht neben dem Pferd her.
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.Freizeit:
"Spielend lernen"
Lernen als Nebeneffekt. mehr...

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Apokalypse Reitplatzbau
4-teilige Serie
Es gibt Dinge im Leben eines Pferdehalters, die er einfach braucht. Zum Beispiel
einen Reitplatz.
Es gibt Dinge, die er gar nicht braucht. Dazu zählt ein unbenutzbarer
Reitplatz.
Nun ist das mit Reitplätzen aber so eine Sache. Denn sie sind, wie jeder
Reiter weiß, abhängig von dem, was "von oben" kommt. Regen,
Frost, Dürre können die Nutzung zur Hölle machen.
Also ca. 398 Tage Chaos im Jahr - ganz grob übern Daumen gerechnet.
Und sie sind abhängig von dem, was "unten" ist. ....
Teil 1 - Die
Vorgeschichte .........
.....
Teil 2 - Die
Grundüberlegungen
Teil 3 - Augen
zu und durch............
Teil 4 - Ende
gut, alles gut?
.Zitat
"Mehr als jede
andere Kunst ist die hippische mit den Weisheiten des Lebens verbunden.
Viele ihrer Grundsätze können jederzeit als Richtlinien für
das Verhalten im Leben dienen.
Das Pferd lehrt den Menschen Selbstbeherrschung, Konsequenz und Einfühlung
in Denken und Empfinden eines anderen Lebewesens -
es fördert also Eigenschaften, die für unseren Lebensweg außerordentlich
wichtig sind"
(Alois Podhajsky)
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